Theoretisch müsste ich jetzt ellenlang ausholen, um euch auch die
ganze Vorgeschichte zu berichten. Da ich euch aber nicht unnötig langweilen möchte, versuch ich mich (zumindest was das "vorher" angeht) mal relativ kurz zu fassen *g
Seit 10 Jahren habe ich nun eine erhöhte Infektanfälligkeit, was sich mit durchschnittlich 9 Erkältungen pro Jahr bemerkbar macht. Ich bin 2 Wochen im Monat gesund und 2 Wochen krank und das regelmässig. Schulmedizinisch konnte keine Ursache gefunden werden, an Wunderheiler glaube ich nicht. Unzählige Versuche, meinem ständigen Kranksein entgegenzuwirken, habe ich bereits hinter mir: Akupunktur, Mandel-OP, regelmässige Saunagänge, mit dem Rauchen aufgehört, Psychotherapie, spezielles Training im Fitnessstudio, Vitaminpräperate... ich weiß nicht was noch alles.
Fast durch Zufall bin ich jetzt drauf gestossen, dass eine Milch- und Weizenfreie Ernährung meinen Gesundheitszustand (oder soll ich besser sagen: Krankheitszustand?) positiv verändern könnte. Milch- und Weizenprodukte wirken schleimbildend, eine erhöhte Schleimproduktion bedeutet eine höhere Infektanfälligkeit. So viel zur Kurzfassung.
Nach so vielen jahren mit diesem lebensfreuderaubenden Zustand klammere ich mich inzwischen an jede Möglichkeit, eine Veränderung herbeizuführen. Ich habe mich nun einige Tage sehr intensiv mit dem Thema Milch- und Weizenfreie Ernährung befasst und die Gründe erscheinen mir so einleuchtend. Also, was habe ich zu verlieren? Ich denke: nichts. Also probiere ich mich daran. Glücklicherweise hat vor kurzer Zeit direkt im Nachbarort ein
dm eröffnet, der bietet allerlei glutenfreie (weizenfreie) Produkte an. In den letzten tagen war ich dort also Stammkunde *gg
Vorgestern habe ich das erste Mal weizenfreie Brötchen probiert. Der Geschmacksunterschied ist spürbar, aber nicht riesig. Statt Weizenmehl wurde Reis- oder Maismehl verwendet. Dadurch bekommen die Brötchen eine leicht gelbliche Farbe, aber geschmacklich sind sie vollkommen okay. Daran kann ich mich gewöhnen :-) Das erste Plus!
Heute gab es dann weizenfreie Spaghetti. Auch hier wurden Mais- und Reismehl stattdessen verwendet. Wieder eine etwas gelbliche Farbtönung, aber auch geschmacklich nur ein minimaler Unterschied. Wir haben die Spaghettis sogar nur mit Olivenöl und Knoblauch verfeinert, ich schätze wenn man richtig Sosse drauf macht, schmeckt man vielleicht gar keinen Unterschied mehr. Sogar mein Mann war damit "einverstanden" - jippieh! Das zweite Plus.
Statt normalem Brot vom Bäcker gibt es ab jetzt bei mir Roggenvollkornbrot. Das teste ich morgen. Weizenfreie Ernährung klappt also bisher recht gut.
Das größere Problem stellt sich für mich bei der Milch. Und dabei geht es hauptsächlich um die Milch, die morgens in meinem Kaffee landet! Ich hab die letzten tage einiges ausprobiert, von Soja
milch über Hafer
milch bis hin zu Reis
milch... bäh! Sogar schwarz hab ich den Kaffee versucht, aber das geht alles irgendwie gar nicht :-( Nun muss ich dazu sagen, dass ich eigentlich immer sehr gern Kuhmilch getrunken habe. Ich mag den Geschmack davon sehr gern. Sich dann an etwas anderes zu gewöhnen... ist echt hart. Bisher habe ich noch keine Alternative finden können, mit der ich glücklich bin. Morgen probiere ich noch Kokosmilch und dann habe ich noch etwas von Mandelmilch gelesen. Die habe ich nur noch nirgends zu kaufen gesehen. Ich hoffe hoffe hoffe wirklich, dass ich noch irgendeine Möglichkeit finde, meinen heißgeliebten Kaffee morgens auch ohne Kuhmilch geniessen zu können!
Ansonsten bin ich eigentlich auch relativ zuversichtlich, was die milchfreie Ernährung angeht. Joghurt und Quark ess ich eh nur zwischendurch mal, da kann ich auch was anderes hernehmen. Auf Schokolade muss ich glücklicherweise auch nicht ganz verzichten, denn zb die RitterSport "Marzipan" oder "Pfefferminz" kommen ganz ohne Milchbestandteile aus. Vielleicht wird mir mein Spaghettieis beim Lieblingseismann um die Ecke bald mal fehlen, aber da kann ich auch ab und an mal ein Wassereis lutschen. Morgendliches Nutella ersetze ich durch Marmelade, Käse als Aufschnitt habe ich sowieso so gut wie nie gegessen. Da ess ich dann fettarmen Schinken oder ähnliches.
Alles in allem habe ich mich noch nie so intensiv mit dem Thema Ernährung beschäftigt. Klar schau ich auch beim Einkauf darauf, dass ich keine Sachen mit Glutamat o.ä. kaufe und gerade für Sina hab ich auch immer drauf geachtet, dass sie viel Obst und Gemüse etc ist. Aber nachdem ich mich in der letzten Zeit so intensiv damit beschäftigt habe, fällt mir natürlich auch erstmal auf, was man eigentlich immer so in sich hineinschaufelt ohne groß darüber nachzudenken. Man erachtet es einfach als selbstverständlich, denn es ist ja auch irgendwie nur das Mittel zum Zweck. Hunger? Essen!
Ob es nun wirklich die ultimative Lösung meines Problems ist.... wer weiß, wann oder ob ich das überhaupt jemals erfahre. Aber ich bin mir sicher, dass es nicht schaden kann, von daher ist es erstmal nur: Ein Experiment!
Jetzt möchte ichs aber schon auch mal wissen: habt ihr bestimmte Ernährungsgewohnheit?! Diätpläne? Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder sogar Allergien, weshalb ihr auf bestimmte Lebensmittel verzichten müsst??? Würde euch das schwerfallen, auf Milch und Weizen zu verzichten??? Erzählt doch mal :-)
Bin gespannt,